Junges Gemüse bei der GKB
Am 3. August 2009 war es wieder soweit: Die neuen Praktikanten und Lernenden fingen bei der GKB an. Nach 3 bzw. 5 Einführungstagen wurden sie auch schon gleich in den Arbeitsalltag geworfen. Doch wer sich nun vorstellt, dass es ausschliesslich um Noten zählen, Hedge-Fonds verkaufen oder Zahlungsaufträge erledigen handelt kann sich irren. Wir haben eine Lernende und einen Praktikanten gefragt, wie sie ihren ersten Monat bei der GKB erlebt haben.

Interview mit Dominique Ryffel
Hallo Dominique. Du arbeitest nun seit einem Monat auf der Graubündner Kantonalbank. Gerne stelle ich dir zu deinem ersten Monat auf der GKB ein paar Fragen. Dominique, in welcher Abteilung arbeitest du?
Momentan arbeite ich in der Archivierung, jedoch im nächsten Monat wechsle ich in die Druckerei, bleibe dort einen Monat und darf danach 2 Monate bei der GKB-Post verbringen, bevor ich die letzten zwei Monate meines „ersten“ Einsatzes bei der Hauptkasse eingesetzt werde.
Das klingt alles interessant und vielfältig. Was machst du dort? Was sind deine täglichen Arbeiten?
Ich habe viel verschiedene Aufgaben zu erledigen. Arbeitsvorbereitungen treffen, und das Sortieren von Unterlagen stand heute auf dem Programm. Da ich in der Archivierung arbeite, gehört das Einscannen oder Indexieren verschiedener Dokumente zu meinen täglichen Arbeiten. Indexieren ist, wenn der Scanner irgendwelche Dokumente aus welchem Grunde auch immer nicht schluckt. Alle Mitarbeiter der Archivierung haben einen Plan, und jeder weiss immer was er zu tun hat, so wechselt man sich mit den verschiedenen Aufgaben ab.
Warum hast du dich für eine Lehre bei der GKB entschieden?
Ich habe an sechs bis sieben verschiedenen Orten geschnuppert. Unter anderem nahm ich am Schnuppernachmittag der GKB teil. Dieser Nachmittag gefiel mir sehr gut, mein Bankinteresse wurde verstärkt und für mich war klar, dass eine Lehre bei der GKB das Richtige für mich ist. Es ist mir auch aufgefallen, dass auf der GKB viele Junge Leute arbeiten, was ich cool fand.
Wie hast du dein Bewerbungsgespräch bei der GKB erlebt? Durftest du noch an anderen Bewerbungsgesprächen teilnehmen?
Klar, war ich ein bisschen nervös. Jedoch bei Herrn Schneider, unserem Lehrlingsbetreuer, war das eine lockere Sache
Ich fühlte mich von Anfang an wohl in diesem Gespräch was mir den weiteren Gesprächsverlauf sehr vereinfachte. Ich durfte mich auch noch bei einer anderen Bank vorstellen. Das Bewerbungsgespräch dort, war jedoch viel steifer. Deshalb hatte ich bei der GKB den viel besseren Eindruck.
Hast du dich irgendwie auf das Gespräch vorbereitet? Was für Tipps würdest du weitergeben?
Vorbereitet habe ich mich nicht gross, jedoch habe ich mich informiert, was eine Bank genau macht und mir im vornherein Antworten auf die „Standartfragen“ wie „was für Stärken/Schwächen“ oder „was für Ziele ich habe“ ausgedacht. Was für Tipps ich weitergeben würde.. hm.. ja das ist schwierig.. Man soll einfach sich selbst sein, das denke ich ist wichtig.
Wie hast du den Umstieg Schule/Arbeit erlebt?
Für mich war das speziell. Vor der Lehre war ich ein Jahr lang bei meinem Grossvater in England und besuchte dort die Highschool. Die Schule dort war locker, das hat mir sehr gut gefallen. Die ersten Tage war der Umstieg Schule/Arbeit streng, denn ich war es nicht gewöhnt 8.24 Stunden am Tag zu arbeiten. Es ist schon anders. In England hatte ich vielleicht 4-5 Stunden Schule am Tag und 14 Wochen Ferien im Jahr und jetzt arbeite ich 8.24 Stunden am Tag und habe nur noch 5 Wochen Ferien. Dafür darf ich endlich arbeiten und verdiene mein erstes eigenes Geld.
Letzte Woche wurde dir dein erster Lohn auf dem Konto gutgeschrieben. Was hast du dir mit diesem gekauft und wie fühlt es sich an, endlich selber zu verdienen?
Also in erster Linie musste ich mit meinem ersten Lohn Schulbücher kaufen. Wir bekommen auf der GKB einen fixen Betrag für die Schulbücher, jedoch reicht das nicht ganz. Im weiteren benötigte ich das Geld für das Bezahlen meiner Tanzlektionen. Jeden Monat will ich mir ausserdem 200 CHF zum sparen auf die Seite legen.
Es fühlt sich schon gut an endlich selber zu verdienen und ich finde es gut, dass es „mein“ Geld ist. Mit unserem Lernendenlohn bin ich zufrieden. Es ist mir klar, dass ich in Ausbildung bin, da kann man keinen hohen Lohn erwarten.
Wie hast du früher die GKB gesehen, und wie siehst du sie heute?
überlegt…
Früher war die GKB einfach eine Bank. Die Bank in Graubünden. Da habe ich noch nicht viel über die GKB nachgedacht. Heute ist die GKB mein Arbeitgeber, ich kenne schon viele Leute hier und kann mich mit der GKB identifizieren.
Welches war bis jetzt dein speziellstes Erlebnis auf der GKB?
In der Einführungswoche hatten wir einige lustige und spezielle Erlebnisse. Wir spielten mit unserem Lernendenbetreuer Matthias Schneider das spiel Mafiosos was sehr lustig war. Oder wir legten uns nach dem Mittagessen alle zusammen zu einem 15 Minütigen Powernap auf den Boden.
Das waren zwei spezielle Erlebnisse.
Wie würdest du die GKB einer fremden Person beschreiben?
überlegt…
Hm. Ja, die GKB ist eine Bank mit jungen und lässigen Leuten. Sie ist mein Arbeitgeber. Ich darf sagen, dass ich von der GKB begeistert bin und es mir sehr gut gefällt.
Was willst du nach dem Praktikum/Lehre machen?
Ich absolviere die Lehre mit Berufsmatura. Nach der Lehre will ich noch etwas weitermachen. Was, weiss ich noch nicht genau. Eventuell eine Ausbildung an einer Fachhochschule oder die Pädagogische Hochschule. Aber bis zu diesem Zeitpunkt habe ich noch Zeit.

Interview mit Sandro Ferrari
Hi Sandro. Danke, dass du dich für das Interview gemeldet hast. Du bist nun einer der Frischlinge, die bei der Graubündner Kantonalbank angefangen hat. Nun möchte ich erfahren wie es dir ergeht. In welcher Abteilung arbeitest du?
Ich habe im Marketing angefangen und arbeite hier bis zum 30. November.
Marketing, hmmm. Klingt nicht wirklich nach einer Bank-üblichen Abteilung. Kannst du mich ein wenig über deine Tätigkeiten aufklären?
Ich bin vor allem Wächter des Telefons, erledige aber daneben viele andere Aufgaben. Dazu gehören Preise sponsern für kleinere Veranstaltungen, Offerten einholen für neue Artikel im Werbesortiment, Druckaufträge für Plakate erteilen, aber es sind auch Ausseneinsätze dabei, in welchen ich zum Beispiel als Mystery-Shopper unterwegs bin („Testkauf“ um die Qualität der Konkurrenzprodukte zu erfahren).
Warum hat es dir die Bankenbranche angetan?
Ich war zuvor an der HSG (Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften), brach dieses Studium jedoch ab. Da ich sehr grosses Wirtschaftsinteresse hatte und finanziell unabhängig werden wollte, war ein Praktikum bei der Graubündner Kantonalbank naheliegend.
Wie erging es dir beim Bewerbungsgespräch? Warst du nevös?
Ein bisschen nervös ist man immer bei einem Bewerbungsgespräch, denke ich… es war ja nicht mein erstes Bewerbungsgespräch und ich konnte mich mit einer guten Vorbereitung beruhigen. Zum Ablauf: Das ganze Gespräch war angenehm – eine gute und entspannte Atmosphäre. Kaum war ich eingetreten, verabschiedeten wir uns auch schon wieder, erschien es mir. Die Zeit verging wie im Flug und was mich beeindruckt hat war folgende Frage gleich am Anfang: „Wie geht es dir?“. Das zeigte mir, dass die GKB den Menschen in mir sieht, nicht nur den Arbeiter.
Ja, das kann ich mir vorstellen! Wie erging dir denn der Umstieg vom Studierenden zum Arbeitenden?
Alles in Allem, grandios! Wirklich, da gibt es fast ausschliesslich positives. Die Verantwortung, der Lohn, die Unabhängigkeit – das gibt ein gutes Gefühl. Einzig die neu entstehenden Kosten, wie Miete, Essen usw. versetzen mir kleine Stiche ins Herz
. Doch stehen die in keinem Verhältnis zum Rest.
Letzte Woche wurde dir dein erster Lohn auf dem Konto gutgeschrieben. Was hast du dir mit diesem gekauft und wie fühlt es sich an, endlich selber zu verdienen?
(Lacht) Hier sollte ich wohl, so etwas sagen wie: Fernseher, LapTop, einen Schrank voll neuer Kleider. Aber nein, es fiel etwas unspektakulärer aus: Mein erster Lohn ging für Möbel, die Miete und sonstige Rechnungen sauber drauf. Das Gefühl endlich wieder zu verdienen war grossartig, doch wie gesagt, es war ein kurzlebiges Gefühl
.
Wie hast du früher die GKB gesehen, und wie siehst du sie heute?
Früher war es unsere Bank. GKB, die Bank der Bündner. Für mich war sie im Alltag sehr präsent, obwohl sie immer eine gewisse Zurückhaltung pflegte, was sie mir sehr sympathisch machte. Heute ist sie mein Arbeitgeber und Ihre Mitarbeiter sehe ich nicht mehr als wandelnde Anzugträger, sondern als normale Menschen. Auf dem Büroflur wird man freundlich von Personen begrüsst, welche man gar nicht kennt.
Welches war bis jetzt dein speziellstes Erlebnis auf der GKB?
überlegt…
Eines Tages, hatte ich fast verschlafen und konnte nur mit Müh und Not rechtzeitig zur Arbeit kommen. Es galt viel zu tun, ich war übermüdet und schon relativ gestresst, als das Telefon klingelte. Auf dem Display stand der Name unseres CEOs – mir rutschte das Herz in die Hose. Aber nach tiefem Durchatmen konnte ich die Sache meistern.
Wie würdest du die GKB einer fremden Person beschreiben?
Ich würde die GKB als Bündner Bank beschreiben. Eine seriöse Bank, welche ihr Ziel nicht aus den Augen verliert. Wahrscheinlich würde ich ein wenig mit unserer schönen Kundenhalle am Postplatz in Chur angeben
Ich würde ihm/ihr die GKB als gutes Unternehmen weiterempfehlen.
Was willst du nach dem Praktikum/Lehre machen?
überlegt…
Hmm. Das liegt eigentlich noch völlig offen. Einerseits hätte ich absolut nichts dagegen hier weiter zu machen. Ich könnte mich durchaus auch noch in 10 Jahren als GKB’ler sehen. Daneben ist dieses Praktikum natürlich ideal als Sprungbrett für Fachhochschulen. Das wird sich alles noch zeigen.
Vielen dank für die Gespräche und wir wünschen euch noch weiterhin alles Gute bei der GKB.





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